Philippe Halaburda
1972
(USA)
FRENCH
Philippe Halaburda ist ein französischer Künstler, der den Begriff Geografische Abstraktion geprägt hat, um seine Arbeiten zu beschreiben. Durch seinen Einsatz von Farben und Linien schafft Halaburda scharfe imaginäre Landschaften, die die Verbundenheit von Menschen und ihrer Umgebung visualisieren. Er lebt und arbeitet derzeit in New York City.

Ausbildung
Im Alter von 17 Jahren erlitt Halaburda eine schwere Rugby-Verletzung, die eine vielversprechende sportliche Karriere beendete. Während seiner Genesung begann er zu zeichnen und entdeckte seine Leidenschaft für die Kunst. 1993 erhielt er seinen BA in Literatur und zwei Jahre später schloss Halaburda sein MFA an der Akademie für Grafikdesign und Visuelle Kunst an der EDTA Sornas in Paris ab. Er hat mehrere französische Kunstmessepreise gewonnen und hat bis heute an vier künstlerischen Residenzen in New York, Brasilien, dem Arktischen Kreis und Bulgarien teilgenommen.

Technik
Früh in seiner Karriere erkundete Halaburda die figurative Kunst, wurde aber später zunehmend an Abstraktion interessiert. Seitdem hat er einen unverwechselbaren visuellen Stil geschaffen, der aus Linien besteht, die sich vermischen und kollidieren, um komplexe, farbenfrohe Gitter zu bilden. Während er ein produktiver Maler ist, verwendet Halaburda eine Vielzahl von Materialien, darunter Skateboards, Fotografie und Plexiglas. Er arbeitet häufig von seinem Studio-Boden aus, indem er Leinwände auf den Boden legt und Schichten von Farbe wie eine topografische Karte aufbaut. Er experimentiert mit einzigartigen Werkzeugen, verwendet Klebeband und ersetzt sogar Pinsel durch Spachtel, um scharfe Linien zu erzielen. Halaburda hat gesagt, dass er versucht, seine Arbeit mit Spontaneität zu durchdringen und oft an mehreren Gemälden gleichzeitig arbeitet.
Inspiration
Seit seinem Umzug nach New York City im Jahr 2016 wurde Halaburdas Arbeit von der linearen städtischen Umgebung der Stadt beeinflusst. Er beschreibt seine aktuelle Arbeit als geografische Abstraktion oder psychogeografische Kartierung und sieht seine Designs als Übersetzung menschlicher und nicht-menschlicher Interaktionen und Emotionen in bunte, imaginierte Landschaften. Seine Arbeit erinnert an die geometrischen Konstruktionen des russischen Avantgarde-Künstlers Kasimir Malewitsch, und Halaburda hat Piet Mondrian als Einfluss auf seine Farbverwendung genannt.


Künstler-Statement
Auf seiner Website schreibt Philippe Halaburda: „Basierend auf Gefühlen oder Erinnerungen, taucht mein Arbeitsprozess in die komplexen Strömungen intimer und kollektiver Interaktionen ein. Die verschwommene Grenze zwischen Wahrnehmung und Erfahrung hat mich immer inspiriert: Ich interessiere mich für die Zufälligkeit von Emotionen durch Kunst, indem ich abstrakte Bilder basierend auf dem Unterbewusstsein imaginiere. Indem ich Formen und Linien in meinen Kartenkompositionen erkunde, bilde ich disaggregierte Gitter und imaginäre Topografien, die soziale Spannungen und Beziehungen erkunden, anstatt Adressen und Wahrzeichen.“
Sammlungen
Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen, und er wurde von Galerien in New York und Frankreich vertreten, darunter die Art Mora Gallery in New York und die Galerie Sonia Monti in Paris.
Ausstellungen
Halaburda hatte seine erste Ausstellung in Paris im Jahr 1996 und hat seitdem weltweit ausgestellt, darunter Studio N2, Frankreich; Peyton Wright Gallery, New Mexico; Van de Goudenberg Art Gallery, Basel, Schweiz; und Chashama Gallery, New York. Im Jahr 2019 veröffentlichte Halaburda sein erstes Kunstbuch mit dem Titel ‚Räumliche Darstellung von Emotionen‘ über seine Arbeit in New York seit 2016. Halaburda bietet auch Auftragsarbeiten und öffentliche Fenster-Tape-Kunst an, einschließlich einer aktuellen Ausstellung für das Hyatt Regency Hotel in Jersey City, NJ im Jahr 2020.