




Wildlight 3
Gemälde
Year: 2023
Edition: Unique
Technique: oil on canvas
Framed: No
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Reiner Heidorn ist ein deutscher zeitgenössischer Maler, geboren 1966 in Bayern, wo er weiterhin in Weilheim bei München lebt und arbeitet. Formal Autodidakt, begann Heidorn in seiner Jugend mit Zeichnung und Aquarell, bevor er sich vor etwa 25 Jahren der Ölmalerei widmete. Seine monumentalen Leinwände zeichnen sich durch eine einzigartige Technik aus, die er „Dissolutio“ (Latein für „Verschwinden“) nennt, mit der er die Grenzen zwischen Mensch und Natur auflöst. In einer leeren Fabrikhalle schafft Heidorn großformatige Ölgemälde, die mikroskopische Zellstrukturen und Süßwasserökosysteme in weite, immersive Farbfelder verwandeln. Seine Arbeit thematisiert den Klimawandel und die Entfremdung des Menschen von der Natur und bietet den Betrachtern Momente psychologischer Erholung und tiefen Friedens.

Ausbildung
Reiner Heidorn ist formal Autodidakt, obwohl diese Bezeichnung irreführend sein kann. In seiner Jugend hatte er die unschätzbare Gelegenheit, mit professionellen Künstlern zusammenzuarbeiten und auf einem, wie er es beschreibt, „tieferen Niveau“ zu lernen als es eine konventionelle Ausbildung bieten könnte. Er begann mit Zeichnung und Aquarell, bevor er sich vor etwa 25 Jahren der Ölmalerei widmete und durch ständiges Üben die anspruchsvolle Technik entwickelte, die sein Markenzeichen wurde. Sein autodidaktischer Weg gab ihm die Freiheit, seinen eigenen Ansatz zu entwickeln, unbeeinflusst von akademischen Konventionen.
Inspiration und Stil
Reiner Heidorns künstlerische Vision wurzelt in einem tiefen ökologischen Bewusstsein und einer sehr persönlichen Beziehung zur bayerischen Landschaft seiner Kindheit. Seine Gemälde entstehen aus dem, was er als „mentale Verschmelzung“ der Seen, Wälder und natürlichen Umgebungen beschreibt, die er seit seiner Jugend erlebt hat – eine organische Erinnerung, die jede Leinwand durchdringt, ohne je direkt zu kopieren.
Ökologische Philosophie
Heidorns Werk positioniert sich als direkte Antithese zum unregulierten Wirtschaftswachstum und zur Entfremdung der Menschheit von ihrer natürlichen Umwelt. Seine Kunst thematisiert den Klimawandel, Umweltzerstörung und den Verlust der Verbindung zwischen Mensch und biologischer Welt durch immersive, meditative Erfahrungen statt durch didaktische Bilder. Sein erklärtes Ziel ist sowohl psychologisch als auch moralisch: Ruhe und psychische Erholung zu vermitteln und gleichzeitig „die totale Bedeutungslosigkeit des Individuums“ im weiten, vernetzten Geflecht des Lebens zu betonen. Seine Gemälde spiegeln die poetische Weisheit wider, dass „auch wenn der Ast trocken ist, die Wurzel immer grün bleibt.“
Neo-Expressionistischer Bio-Divisionismus
Heidorns Stil verbindet den deutschen Neo-Expressionismus mit dem, was man als Bio-Divisionismus bezeichnen könnte, einer zeitgenössischen Weiterentwicklung der divisionistischen Technik, die nicht auf optische Lichttheorie, sondern auf biologische Strukturen angewandt wird. Seine Arbeit schafft eine produktive Spannung zwischen der emotionalen Intensität und dem großen Format des Expressionismus und der Präzision wissenschaftlicher Beobachtung. Die Bildsprache wird von Grün dominiert, nicht als Hintergrund, sondern als Subjekt und Stimme. Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Sonja Lechner hat seine Verwendung von Grün mit Hölderlins Beschwörung „des heiligen Grüns, des Zeugen des gesegneten, tiefen Lebens der Welt“ in Verbindung gebracht, was der Farbe eine metaphysische Dimension verleiht und unendliche Universen schafft. Ergänzt durch Blau- und Ockertöne evoziert seine Palette Wälder, Seen, Zellstrukturen und autonome Lebenswelten. Die mikroskopischen pointillistischen Elemente – tausende winzige Farbpunkte – ordnen sich zu sanften Übergängen und Abstufungen. Wenn Betrachter sich in diesen Details verlieren, gehen sie über die Darstellung hinaus und nehmen ganze Ökosysteme wahr: Wälder, Seen, Pflanzen, vollständige autonome Welten. Die Technik erzeugt sowohl Intimität (in der obsessiven Detailgenauigkeit) als auch Weite (im überwältigenden Maßstab) und erzeugt das, was Kritiker als „unerwartete Zärtlichkeit“ innerhalb der Vitalität der Formen beschreiben.
Künstlerische Einflüsse
Heidorn schöpft Inspiration aus asiatischer Landschaftskunst und europäischen Expressionisten und nennt deutsche Künstler verschiedener Epochen: Dieter Roth, Hans Hartung und Martin Kippenberger. Diese Einflüsse positionieren ihn sowohl in einer starken gestischen Tradition als auch in einer konzeptuellen, materiellen Kritik der Kunstproduktion selbst.
Passage, nicht Repräsentation
Zentral für Heidorns Werk ist seine Behauptung, dass seine Gemälde keine Darstellungen, sondern „Passagen“ sind, Öffnungen in lebendige Materie. Seine übergroßen Leinwände fungieren als Portale, die die Betrachter einladen, Grenzen zwischen Selbst und Natur, Beobachter und Beobachtetem aufzulösen. Das Werk strebt danach, „einen Raum ohne Grenzen“ zu schaffen, ein persönliches Universum, in dem der Künstler und damit auch der Betrachter „mich selbst und die ganze negative Umwelt auflösen“ kann.

Technik
Heidorns Technik konzentriert sich auf Dissolutio, einen philosophischen und technischen Rahmen, der seinen Wunsch verkörpert, mit der natürlichen Welt zu verschmelzen und in sie aufzugehen. Nach Jahren narrativer Malerei, die keine Resonanz fand, erkannte er, dass er etwas schaffen wollte, das die Idee der Auflösung selbst vermittelt.
Um dies zu erreichen, brach er systematisch jede klassische Regel der Ölmalerei. Er mischt Farben direkt auf der Leinwand statt auf der Palette, gießt Öl frei, weigert sich, Pigmente richtig vorzubereiten, und akzeptiert alle „Fehler“, die traditionelle Maler vermeiden – Blasen, Krater, feuchte Stellen, unvorhersehbare chemische Reaktionen. Diese Defekte sind integrale Bestandteile seiner Technik und sorgen dafür, dass jedes Werk in Bewegung bleibt und Vergänglichkeit als ästhetische Qualität einbezieht.
Das Ergebnis ist „Bio-Divisionismus“ oder „Mikroskopischer Pointillismus“: eine Verschmelzung, bei der Heidorn die pointillistischen Muster, die in mikroskopischen Bildern von Pflanzen, Zellen und Süßwasserorganismen beobachtet werden, in einen expressionistischen Rahmen überträgt. Seine Leinwände bestehen aus tausenden winziger, präziser Farbpunkte, die sich zu sanften Übergängen organisieren und unendliche Nuancen von Grün- und Blautönen schaffen. Diese Technik überträgt die Bildsprache der wissenschaftlichen Mikroskopie in emotionalen Ausdruck und verbindet das Analytische mit dem Erhabenen.
Mit Pigmenten, Terpentin und Ölfarben auf übergroßen Leinwänden schafft Heidorn jedes Werk vollständig aus dem Gedächtnis, ohne Modelle oder Referenzbilder zu verwenden, selbst bei wissenschaftlich präzisen Motiven wie Neuronen, Mitose oder Hydra. Dies subjektiviert die Wissenschaft und verwandelt faktische Beobachtung in das, was Kritiker als internalisiertes „biologisches Gedächtnis des Universums“ bezeichnen.
Seine Produktionsweise ist sowohl schnell als auch seriell. Er malt oft dasselbe Werk vier- oder fünfmal gleichzeitig, behält nur die besten Ergebnisse für Ausstellungen und überarbeitet oder verwirft den Rest. Das übergroße Format ist grundlegend: Die Leinwände sind so konzipiert, dass sie die Betrachter überwältigen und als Portale fungieren, die sie in lebendige, sich verändernde Materie eintauchen lassen, die von innerer Spannung geladen ist.
Ausstellungen
Heidorn hat in Europa, Nordamerika und Asien ausgestellt, darunter Einzelausstellungen im Botanischen Garten München, im Nippon Club in New York und eine Teilnahme am Giudecca Art District der Architektur-Biennale in Venedig. Seine Werke wurden in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, den USA, Brasilien, Taiwan und den VAE gezeigt. Seine Ausstellungshistorie zeigt ein nachhaltiges internationales Engagement für zeitgenössische abstrakte Malerei mit ökologischem Schwerpunkt.
Auszeichnungen und Anerkennung
Heidorn hat für seine künstlerische Praxis bedeutende Anerkennung erhalten:
- 2012: Atelierförderung, Regierung von Bayern, Deutschland
- 2020: Dauerhafte Erwerbung durch das Museum Welheim, Bayern
- 2021: Öffentlicher Installationsauftrag, Landratsamt Welheim
Seine Arbeit wurde im Bayerischen Fernsehen vorgestellt und in Ausstellungskatalogen dokumentiert, insbesondere in denen, die von Dr. Sonja Lechner kuratiert wurden, deren kritische Unterstützung wesentlich zur Etablierung des theoretischen Rahmens für das Verständnis von Heidorns Dissolutio-Technik im kunsthistorischen Diskurs beigetragen hat.
Vertretung
Reiner Heidorn wird von zwei Galerien in Deutschland und Österreich vertreten. IdeelArt vertritt Heidorn seit Oktober 2025.

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