
Jeremy Annear malt den Rhythmus der Natur
Wie viele zeitgenössische Maler pflegt Jeremy Annear eine ästhetik jenseits fester Fachgrenzen. Seine Gemälde drücken vielfältige Einflüsse und stilistische Anliegen aus. Sie sprechen von etwas Altem in einer zeitgenössischen Bildsprache. Sie erforschen formalistische Eigenschaften wie Oberfläche und Farbe, ohne sich je vor dem Inhalt zu scheuen. Eine neue Einzelausstellung Jeremy Annear eröffnet am 20. Juli in der Messum’s Galerie in der Cork Road in London. Jeremy Annear 2016 zeigt eine prächtige neue Werkgruppe von Annear. Im Laufe der Jahrzehnte hat Annear seine Beziehung zur Abstraktion und zur Farbe immer weiter vertieft. In seinen neuen Arbeiten erweitert er seine abstrakten Studien und bringt in immer komplexeren Details die Verbindung zum Ausdruck, die er mit der natürlichen Umgebung, in der er lebt und arbeitet, an der Küste von Cornwall, aufgebaut hat.
Nuance und Natur – Jeremy Annear Ausstellung
Licht und Landschaft sind die beiden Elemente, die einem beim ersten Betrachten von Jeremy Annears neuen Werken in den Sinn kommen. Sein Farbgebrauch strahlt Optimismus aus, während seine malerischen, manchmal reliefartigen Oberflächen von Komplexität, Tiefe und der zugrundeliegenden Struktur seiner Träger erzählen. Gemälde wie Earth Rhythm und Harbour II laden den Blick des Betrachters nach innen zu etwas fast Friedlichem ein. Das unheimliche Gleichgewicht, das sie zwischen ihren geschichteten geometrischen Formen vermitteln, ruft die Architektur der Natur hervor. Die leuchtenden Farben spielen mit den Extremen von Hell und Dunkel und schaffen ein räumliches Gefühl von Perspektive. Dennoch bringt ein unvermeidliches Gefühl von Flächigkeit die Bilder auf einer einzigen abstrahierten Ebene zusammen.
Die Gemälde in Annears Serien Echo und Axis Mundi verwenden eine ähnlich leuchtende Farbpalette, doch gibt es in ihrem Bildcode etwas, das direkter von Menschlichkeit, Siedlungen und Wissenschaft spricht als von der organischen Natur. Das Schöne an Annears Intuition ist, dass sie zu einer Mischung von Bildern führt, die zusammen die feine Aushandlung zwischen natürlichen und menschlichen Kräften vermitteln. Die Psychologie dieser Aushandlung ist seit Generationen ein wesentlicher Bestandteil der Kunstszene von St. Ives. Annears neue Arbeiten tragen eine zutiefst persönliche zeitgenössische Sichtweise zu diesem Gespräch bei.

Jeremy Annear - Earth Rhythm, Öl auf Leinwand, 39 3⁄8 x 27 1⁄2 Zoll

Jeremy Annear - Metrospace V, Öl auf Leinwand, 29 1⁄2 x 19 5⁄8 Zoll

Jeremy Annear - Axis Mundi I, Öl auf Leinwand, 23 5⁄8 x 7 7⁄8 Zoll.
Jeremy Annear 2016
Jeremy Annear 2016 ist vom 20. Juli bis zum 5. August 2016 in der Messum’s Galerie in der 28 Cork Street in London zu sehen. Die Messum’s Galerie vertritt seit 1963 die Werke führender britischer Künstler mit Schwerpunkt auf Arbeiten vom 19. Jahrhundert bis heute. Sie betreiben mehrere Standorte und sind international präsent. Die Galerie hat ein besonderes Interesse an der St. Ives Schule und zeigt seit 1980 Werke zeitgenössischer Künstler.
Messum’s vertritt Jeremy Annear seit 20 Jahren und hat mehrere seiner Einzelausstellungen ausgerichtet. Annear hat auch Einzelausstellungen in Berlin, Bremen und Leipzig gezeigt und war Künstlerresidenz im Atelierhaus Verlag in Worpswede, Deutschland.
Abgebildetes Bild: Jeremy Annear - Harbour II, Öl auf Leinwand, 27 1⁄2 x 23 5⁄8 Zoll.






