Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Tenesh Webber Arbeiten zur Schau bei Schema Projects

Tenesh Webber Work on Display at Schema Projects - Ideelart

Tenesh Webber Arbeiten zur Schau bei Schema Projects

Für die aktuelle Ausstellung Passing Through von Schema Projects versammelte die Kuratorin Jeanne Heifetz 12 Künstlerinnen und Künstler, die mit Faden arbeiten, „sei es als räumliche Linie, um Zeit zu verkörpern oder um die verborgenen Kräfte der Welt abzubilden“, so Heifetz. In der Ausstellung sind mehrere Fotogramme der Künstlerin Tenesh Webber enthalten. Auf den ersten Blick wirken Webbers Werke wie einfache Darstellungen von Faden, vielleicht Zeichnungen oder Gemälde von weißem Faden auf schwarzem Hintergrund. Doch bei genauerer Betrachtung von Webbers elegantem Verfahren wird der kraftvolle Ausdruck der Intention der Ausstellung deutlich.

Form, Linie und Raum

Webbers Fotogramme durchlaufen mehrere Produktionsstufen. Ihr Prozess beginnt mit einer Skizze des Bildkonzepts. Anschließend gestaltet sie das Bild, indem sie Kunststoff, Faden und handgezeichnete Markierungen auf Plexiglasscheiben schichtet. Das Endprodukt nennt sie Fotogramm, weil es mit Licht und Chemikalien hergestellt wird, die das Bild von den Platten auf das Papier brennen.

Die Unvorhersehbarkeit des Fadens bewirkt, dass jeder Druck einzigartig ist. Webbers Entscheidungen im Dunkelraum ermöglichen zudem unendliche Variationen. Die Kombination aus räumlich geschichteten Platten, handgezeichneten Markierungen, maschinell hergestelltem Faden, Fotopapier und fotografischen Techniken verwischt die Grenzen zwischen Fotografie, Zeichnung und Skulptur. Der endgültige Druck beruht auf einer Verbindung von der Hand der Künstlerin und der natürlichen Neigung des ungebundenen Fadens, sich der Kontrolle zu widersetzen.

Tenesh Webber - Old System, 2014, Schwarzweiß-Fotogramm, 28 x 28 cm

Geschichtet und Ausgewogen

Webbers Fotogramme sind Aufzeichnungen von Zeit, während Licht durch Objekte im Raum fällt. Der sorgfältig geschichtete Faden durchläuft eine Entwicklung vom dreidimensionalen Raum zu einem zweidimensionalen Druck. Verborgene Kräfte von Entspannung und Spannung sowie die Geheimnisse des fotografischen Prozesses liegen im Faden, in der Dunkelheit und im Licht verborgen. Webbers Fotogramme bieten eine einzigartig befriedigende Erkundung des Mediums Faden. Wie dieser sind sie zart, elegant, heilend und das Ergebnis einer Verbindung natürlicher und mechanischer Prozesse. Diese Werke nehmen einen besonderen Platz in der Ausstellung ein und veranschaulichen sowohl die Materialität als auch die Philosophie des Ausstellungsthemas besonders deutlich.

Passing Through ist bis zum 10. April 2016 bei Schema Projects im Stadtteil Bushwick in Brooklyn, New York, zu sehen. Schema Projects betreibt seine Hauptgalerie, die ausschließlich der Präsentation von Papierarbeiten gewidmet ist, sowie einen Skulpturengarten namens Schema Sculpture. Tenesh Webber wurde in Kanada geboren, lebt in Jersey City, New Jersey, und arbeitet in Bushwick. Sie wird seit 2015 von IdeelArt vertreten.

Abgebildetes Bild: Tenesh Webber - Old System, 2014, Schwarzweiß-Fotogramm, 28 x 28 cm

Artikel, die Sie interessieren könnten

The Power of Blue: From Historical Masters to Contemporary Abstract Art - Ideelart
Andy Harwood

Die Kraft des Blaus: Von historischen Meistern bis zur zeitgenössischen abstrakten Kunst

Wenn Sie die Farbe Blau sehen, was fühlen Sie? Würden Sie sie anders beschreiben als das Gefühl, das Sie haben, wenn Sie das Wort Blau hören oder auf einer Seite lesen? Ist die Information, die ei...

Weiterlesen
When Art Leaves the Frame: The Nobility of the Artist's Object
Category:Art History

Wenn Kunst den Rahmen verlässt: Die Würde des Künstlerobjekts

Wie Teppiche, Paravents, Keramik und Wandteppiche von bedeutenden Künstlern zu sammelwürdigen Museumsobjekten wurden und was man wissen sollte, bevor man eines mit nach Hause nimmt. 1911 nähte Son...

Weiterlesen
Op Art: The Perceptual Ambush and the Art That Refuses to Stand Still - Ideelart
Category:Art History

Op Art: Die Wahrnehmungsfalle und die Kunst, die sich nicht stillhält

Vor einer großen Op Art-Leinwand Mitte der 1960er Jahre zu stehen bedeutete nicht nur, ein Bild anzuschauen. Es war, das Sehen als einen aktiven, instabilen, körperlichen Prozess zu erleben. Als da...

Weiterlesen