Emily Berger
1966
(AUSTRALIA)
AUSTRALIAN
Emily Berger ist eine amerikanische abstrakte Malerin mit Sitz in Brooklyn, New York. Ihre Gemälde sind minimalistisch und gestisch, offenbaren den Prozess und feiern die Hand des Künstlers. Berger ist Mitglied der American Abstract Artists.

Ausbildung
Nach ihrem Abschluss an der Brown University erwarb Berger ihren MFA in Malerei an der Columbia University und besuchte die Skowhegan School in Maine. Sie hat umfangreiche Vorträge gehalten und an zahlreichen Künstlerresidenzen teilgenommen, darunter der Norte Maar Adirondacks Außenposten.

Technik
Berger arbeitet mit Ölfarbe auf Holzplatten. Sie schichtet die Farbe in gestischen, horizontalen Bahnen von links nach rechts und stapelt die horizontalen Bänder von oben nach unten auf der Fläche. Ein Zusammenspiel von komplementären Farben erzeugt ein Gefühl von Druck und Zug, das ihren Kompositionen eine nuancierte Leuchtkraft verleiht. Durch das Schaben und Schummern der Farbschichten verleiht Berger ihren Gemälden eine strukturierte, malerische, materielle Präsenz.
Sie beschreibt ihre Methode als Teil der Tradition des Abstrakten Expressionismus – als ob ein Ereignis im Bereich des Gemäldes stattfindet. Ihr Ansatz ist jedoch ziemlich kontrolliert. Trotz der strukturellen Abhängigkeit vom Raster verleiht das Zusammenspiel zwischen Planung und dem Auftreten von Zufällen dem Werk ein Gefühl von Energie und Geheimnis.
Inspiration
Berger ist inspiriert von dem Gespräch, das entsteht, während sie zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten arbeitet. Sie geht an ihre Gemälde heran wie an eine Form des Schreibens, indem sie rhythmische, gezielte Striche von links nach rechts anwendet. Die gestischen Bänder sind in einem Raster geschichtet, aber sie hängen auch durch und fallen, ein Beweis für die unvollkommene Hand und ein Hinweis auf die Kraft der Schwerkraft. Improvisation ist der Schlüssel zu dem, was Berger erreicht. Wie ein Musiker, der sich entscheidet, in einer bestimmten Tonart oder zu einem bestimmten Rhythmus zu spielen, wählt sie die Farben und die Struktur des Werkes, aber mit jeder neuen gemalten und geschabten Schicht entstehen neue Auslassungen und Offenbarungen. Ihre intuitive Reaktion auf diese Veränderungen leitet die Entwicklung des Werkes. Was bleibt, ist ein Bild von Variationen und Rhythmen, die offenbart werden.


Bemerkenswertes Zitat
In einem Interview mit Sharon Butler auf Two Coats of Paint sagte Berger: „Ich suche nicht nach einem Effekt. Ich hoffe, dass etwas passiert, das sowohl für mich als auch für das Publikum als Ergebnis des Malprozesses befriedigend und generativ ist. Oft habe ich das Gefühl, dass ich etwas ausarbeite, ein Problem löse, aber es ist romantisch; diese Idee, dass man gleichzeitig bewusst und unbewusst arbeiten kann und schließlich den richtigen Punkt findet, um aufzuhören. Es ist ein Geheimnis.“
Ausstellungen
Berger hat international in zahlreichen Galerien und Museen ausgestellt.
Sammlungen
Ihre Arbeiten sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter das Metropolitan Museum of Art, Department of Drawings and Prints, New York; Museum of Modern Art, Library Special Collection, New York; Whitney Museum of American Art Library; Phillips Collection, Washington, DC; Cleveland Museum of Art, Ohio; und das Delaware Art Museum, unter anderem.
Galerien
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