
Harte Kante, eine Antwort auf gestisch
Der Begriff Hard Edged wurde vom Kunstkritiker Jules Langsner und dem Kunsthistoriker Peter Selz geprägt, um eine Tendenz zu beschreiben, die sich Ende der 1950er Jahre in den Werken mehrerer in Kalifornien ansässiger abstrakter Künstler herausbildete. Die Tendenz ging zu flachen Kompositionen mit klaren Abgrenzungen zwischen Formen und Farbfeldern. Langsner verwendete den Begriff erstmals in seinem Katalogaufsatz zur Ausstellung Vier abstrakte Klassizisten, die 1959 im Los Angeles County Museum of Art eröffnet wurde. Harte Kanten waren jedoch keine Neuerung in der abstrakten Malerei. Die Tradition ist tatsächlich Teil vieler alter ästhetischer Traditionen und hatte sich bereits zuvor in den Werken früherer modernistischer abstrakter Maler wie Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian gezeigt.




























