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Artikel: Gemälde fotografieren: Wie macht man ein gutes Foto von seiner Kunst?

Photographing Paintings: How to Take a Good Photograph of Your Art ? - Ideelart

Gemälde fotografieren: Wie macht man ein gutes Foto von seiner Kunst?

Egal, ob Sie Drucke Ihrer Arbeit anfertigen, sie online teilen oder einfach eine persönliche Aufzeichnung vor dem Verkauf führen möchten – zu wissen, wie man das perfekte Bild macht, ist entscheidend. Da Fotografien oft die einzige Darstellung eines Kunstwerks sind und die große Mehrheit der Galerien digitale Bilder statt des tatsächlichen Kunstwerks prüft, kann ein gutes Foto oft den Unterschied ausmachen, ob man in eine Ausstellung aufgenommen wird oder dieses wichtige Werk verkauft. Es gibt viele verschiedene Methoden, ein Gemälde zu fotografieren, aber eine der beliebtesten ist die Kreuzpolarisation. Lesen Sie weiter für unsere Anleitung, wie Sie das perfekte Bild aufnehmen.

Kunst fotografieren – Ihre Ausrüstung

1. Kamera

Jede gute Kamera, digital oder analog, eignet sich für die Kreuzpolarisation. Was das Objektiv betrifft, so hat ein 50-mm-Objektiv weniger Glas im Inneren als ein zusammengesetztes Zoomobjektiv, was bedeutet, dass es ein schärferes Bild erzeugt. Das heißt jedoch nicht, dass Sie kein Zoomobjektiv verwenden können, achten Sie nur darauf, dass Sie auf etwa 50 mm oder mehr zoomen. Ein weiteres Zoom verzerrt Ihr Gemälde nach außen, und Sie werden sehen, wie die geraden Kanten des Rahmens sich wölben und zum Rand hin krümmen, wodurch das Foto Ihres Gemäldes verformt wird.

2. Filter

Bei Filtern ist es am besten, einen linearen Polarisationsfilter vor dem Objektiv zu verwenden, da zirkulare Polarisationsfilter große Bereiche Ihres Gemäldes mit Blendlicht überziehen.

3. Beleuchtung

Was die Beleuchtung angeht, empfiehlt sich jede Glühlampe mit Wolframfaden. Je stärker das Licht, desto besser, da Licht mit zunehmender Entfernung von der Quelle schwächer wird. Je größer das Gemälde, desto weiter müssen die Lichter entfernt sein, um den Abfall der Lichtstärke zu vermeiden, bei dem eine Seite des Gemäldes dunkler wird als die andere. Bei kleineren Gemälden kann man auch eine einzelne Lampe oder eine Lampe mit geringerer Wattzahl verwenden.

4. Folien

Bei Verwendung eines linearen Polarisationsfilters hängen die Folien vor den Lichtern. Einige Lampen haben optionale Rahmen mit Klammern, die das Aufhängen der Folien erleichtern; es ist jedoch auch möglich, kreativ zu werden und eine eigene Vorrichtung aus Draht oder Kleiderbügeln zu basteln.

5. Stativ

Aufgrund der langen Belichtungszeiten bei der Arbeit mit Polarisationsfiltern ist es wichtig, ein Stativ zu verwenden, um die Kamera ruhig zu halten.

Richard Caldicott – Ohne Titel, 2014, 29,7 x 21,1 cm

Gemälde fotografieren – Der Ablauf

1. Positionieren Sie Ihre Lichter

Die Lichter sollten in etwa im 45-Grad-Winkel zum Gemälde positioniert werden, das Sie fotografieren. Bei der Fotografie eines Ölgemäldes kann es wünschenswert sein, beide Lichter auf eine Seite zu stellen, um einen leichten Schatten auf den Pinselstrichen zu erzeugen. Es ist auch möglich, die Lichter auf gegenüberliegenden Seiten des Werks in 45-Grad-Winkeln zu platzieren, was vorteilhaft sein kann, wenn man die Struktur abflachen möchte. Als Richtwert sollten die Lichter bei einem Gemälde von etwa 75 x 100 cm etwa vier Meter entfernt stehen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass die Folien nicht zu nah an den Lichtern sind, da sie sonst schmelzen oder sich verformen können, und dass die auf der Oberfläche der Folien eingravierten Polarisationslinien alle in dieselbe Richtung ausgerichtet sind. Alles, was nicht im 45-Grad-Winkel polarisiert ist, erzeugt Blendlicht, daher ist es am besten, nachts zu fotografieren oder einen Raum zu wählen, in dem alle anderen Lichtquellen abgeschirmt sind.

2. Stellen Sie Ihre Kamera ein

Es ist vorzuziehen, den manuellen Modus zur Belichtungseinstellung zu verwenden. Eine Belichtungszeit von fünf Sekunden bei einer Blende von etwa f/10 sorgt für eine größere Schärfentiefe, die Fehler beim Fokussieren ausgleicht. Die ISO-Einstellung einer Kamera bezieht sich traditionell auf die Empfindlichkeit des Films bzw. des Bildsensors; je höher die ISO-Zahl, desto körniger erscheint das Bild. Daher ist es am besten, die niedrigste ISO-Einstellung Ihrer Kamera zu verwenden, um das schärfste Bild zu erhalten. Wenn Ihre Kamera eine Wolfram-Weißabgleich-Einstellung hat, nutzen Sie diese. Einige Kameras bieten auch eine Kelvin-Einstellung, die idealerweise auf etwa 3200 K eingestellt wird.

3. Machen Sie Ihr Foto

Blicken Sie einfach durch den Sucher und drehen Sie den Polarisationsfilter vor dem Objektiv, bis das Gemälde leicht dunkler wird und das Blendlicht verschwindet. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, genau zu erkennen, wann das Blendlicht verschwindet, nähern Sie die Kamera dem Gemälde, um den Filter einzustellen. Beim Fotografieren empfiehlt es sich, den Selbstauslöser der Kamera auf etwa zwei Sekunden einzustellen, um nach dem Drücken des Auslösers die Hand wegzunehmen und so ein verwackeltes Bild zu vermeiden.

Viel Erfolg beim Fotografieren!

Abgebildetes Bild: Margaret Neill – Manifest 1, 2015, 72,9 x 106 cm

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