




Rauminstallation
Projekte
Year: 1994
Edition: Unique
Technique: Black textile adhesive tape and 5cm transparent adhesive tape
Framed: No
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All artworks on IdeelArt are original, signed, delivered directly from the artist's studio, and come with a certificate of authenticity.„Rauminstallation“ ist ein wegweisendes Frühwerk von Daniel Göttin, geschaffen für das Sommeratelier 1994 im Shed Eisenwerk in Frauenfeld, Schweiz. Unterstützt von den Architekten Kurt Huber und René Antoniol ermöglichte dieser sechswöchige Aufenthalt Göttin einen tiefgehenden architektonischen Dialog mit dem Industriegebäude. Mit nichts als Klebeband verwandelte er den schweren, funktionalen Hangar in einen Ort wechselnder Perspektiven und visueller Schwerelosigkeit.
Künstlerische Vision & Technik
Die Installation arbeitet auf zwei unterschiedlichen, aber mathematisch verknüpften Ebenen:
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Der Umfang: Schwarzes textilbasiertes Klebeband (2,5 cm breit) wurde horizontal an den Außenwänden angebracht. Diese Linien dienen als „visuelle Schnitte“, die die Solidität der Wand aufbrechen und die Architektur in ein ornamentales Relief verwandeln.
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Das Volumen: Transparentes Klebeband (5 cm breit) wurde zwischen den inneren Stützpfeilern gespannt. Der Abstand zwischen diesen transparenten Bändern wurde so berechnet, dass er der Breite des schwarzen Wandklebebands entspricht.
Indem er das Klebeband an vorhandenen architektonischen Merkmalen (wie Fenstern oder Reliefziegeln) bewusst wegließ, „brach“ Göttin absichtlich die Regeln seines eigenen Systems und schuf eine spielerische, aber zugleich rigorose Intervention. Wenn sich Betrachter durch den Raum bewegen, erzeugen die sich überlagernden Linien des schwarzen und transparenten Klebebands einen schimmernden, moiréartigen Effekt, der die Masse des Gebäudes in eine Reihe rhythmischer Frequenzen auflöst.
Kontext & Bedeutung
Wie im Katalogtext von Beatrix Ruf hervorgehoben, richtet sich dieses Werk auf die grundlegendsten Elemente der Architektur: Maß, Zahl und Proportion. Göttins Intervention ist nicht nur dekorativ; sie ist ein „wahrnehmungsbezogenes Ereignis“. Indem er die konstitutiven Elemente der Architektur (Wand, Volumen, Umfassung) durch das bescheidene Medium Klebeband wiederholt, hebt er den Raum aus dem Alltag in einen Zustand absoluter Selbstzweckhaftigkeit. Es ist ein freches, aber tiefgründiges Spiel, das den Betrachter herausfordert, den Charakter eines Raumes in einem völlig neuen Licht zu erkennen – und die Masse des industriellen „Shed“ in ein transparentes, schwereloses Volumen zu verwandeln.
Wichtige technische Details
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Medium: Ortsspezifische Rauminstallation.
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Materialien: Schwarzes textilbasiertes Klebeband und 5 cm breites transparentes Klebeband.
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Abmessungen: Gesamte Hallenintervention, ca. 40x40x3 Meter.
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Ort: Shed Eisenwerk, Frauenfeld, Schweiz.
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Projektkontext: Sommeratelier 1994.
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Kuratorischer Text: Beatrix Ruf.
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Jahr: 1994.
Kunst in Ihren Raum bringen
Dieses Projekt zeigt die Fähigkeit unserer Künstler, monumentale, maßgeschneiderte Werke für öffentliche, gewerbliche oder private Umgebungen zu schaffen – von dauerhaften architektonischen Interventionen bis hin zu temporären, wirkungsvollen ortsspezifischen Installationen. IdeelArt lädt Sie ein, eine einzigartige Installation in Auftrag zu geben, die auf den architektonischen und emotionalen Charakter Ihres Gebäudes oder Ihrer Landschaft abgestimmt ist. Für Anfragen zu maßgeschneiderten strukturellen Installationen oder monumentalen abstrakten Werken wenden Sie sich bitte an unser kuratorisches Team.
Daniel Göttin ist ein Schweizer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen ortsspezifischen Projekten und farbigen oder bemalten Objekten für Wände aufteilt. Er lebt und arbeitet in Basel.
Ausbildung / Aufenthalte
Ursprünglich als technischer Zeichner für ein Ingenieurbüro tätig, begann Daniel Göttin später an der Schule für Gestaltung Basel, wo er 1990 seinen Abschluss machte.
Er absolvierte Künstlerresidenzen bei der Fremantle Art Foundation (jetzt Artsource) in Australien 1990, der Chinati Foundation von Donald Judd in Marfa, Texas 1993, dem Shed im Eisenwerk, Schweiz 1994, dem :artist:network in New York 2005 sowie im Youkobo Art Space in Tokio 2007 und 2013/2014.
Technik
Göttin arbeitet mit gängigen industriellen Materialien wie Farbe, Klebeband, Holz, Metall, Polystyrol, Kunststoff und Teppich. Das Konzept einer Installation richtet sich nach dem Ort und seinen Bedingungen. Für seine Objekte und Gemälde verwendet er ähnliche Materialien, untersucht die subjektive Natur der Wahrnehmung und reagiert spielerisch auf die Eigenschaften architektonischer Räume. Seine Werke aus Aluminium und bemaltem MDF lenken die Aufmerksamkeit auf den Raum innerhalb des Objekts, heben das Zusammenspiel von Licht und Schatten hervor und schaffen so eine neue Wahrnehmungsqualität zwischen konkreter und abstrakter Realität.
Inspiration
Sein künstlerischer Hintergrund bezieht sich hauptsächlich auf Minimal Art, Konkrete Kunst und Konzeptkunst. Neben diesen Strömungen integriert er auch Aspekte von Dada/Merz, Konstruktivismus und Arte Povera. Seit über 25 Jahren konzentriert sich Göttin auf die Schaffung temporärer und permanenter ortsspezifischer Installationen, öffentliche Kunst, Objekte, Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Drucke.
Wichtige Zitate
„Daniels Kunst besitzt Klarheit und Nachdenklichkeit. Doch diese Klarheit ist nicht das Ergebnis einer festen oder sich wiederholenden Position oder Strategie. Stattdessen ist seine Kunst iterativ und reagiert auf wechselnde Bedingungen und Umgebungen. Verschiedene Aspekte seiner Arbeit, sowohl die Wandstücke als auch die für die Wand geschaffenen Objekte, stehen in Beziehung zueinander und reflektieren sich gegenseitig. Es gibt eine Ganzheit in dem, was Daniel als Einheit bezeichnet – sein Gesamtwerk.“ (Chris Ashley, Minus Space)
Bemerkenswerte Auszeichnungen
Daniel Göttin erhielt Stipendien von der Stadt Basel, Schweiz.
Ausstellungen
Göttin hat seit 1990 über 60 Einzelausstellungen und Projekte in Museen, Galerien und öffentlichen Sammlungen in Europa, Japan, Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten organisiert.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Gerda Maise gründete er 1998 den Kunstraum Hebel_121 in Basel, der eine Plattform für installative Ausstellungen bietet. Hebel_121 zeigt weiterhin innovative Kunst.
Wenger, Zürich, Schweiz
Conny Dietzschold, Sydney, Australien
Gen, Tokio, Japan
Minus Space, Brooklyn, NY
Foto-Credits (von oben)
- Daniel Göttin
- Stefan Altenburger Photography Zürich
- Serge Hasenböhler
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