



Streifen und Stellen
Projekte
Year: 2026
Edition: Unique
Technique: Precast white-colored concrete; red-coated steel
Framed: No
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All artworks on IdeelArt are original, signed, delivered directly from the artist's studio, and come with a certificate of authenticity.„Streifen und Stelen“ ist eine großflächige, dauerhafte öffentliche Kunstintervention des Schweizer Künstlers Daniel Göttin für das Außengelände des Verwaltungsgebäudes Gutsmatte in Liestal, Schweiz. Das zwischen 1993 und 1997 entwickelte Projekt ist ein eindrucksvolles Beispiel für Göttins Fähigkeit, minimalistische Skulptur in das funktionale Gefüge urbaner Architektur einzubinden.
Künstlerische Vision & Technik
In diesem Projekt untersucht Daniel Göttin das Konzept der „Beziehungen“. Er reagiert auf die unregelmäßige Form des Platzes und die Anordnung der umliegenden Gebäude mit einem dualen System aus horizontalen und vertikalen Elementen:
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Die Streifen: Sechs weiß gefärbte Betonstreifen sind bündig in den Boden eingelassen. Sie verlaufen quer über den Platz und strukturieren die horizontale Fläche.
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Die Stelen: Freistehende, rot beschichtete Stahlelemente betonen die Längsrichtung. Diese Stelen fungieren als visuelle Signale und beziehen sich in ihrer Höhe direkt auf die menschliche Dimension.
Die Stelen sind formal vielfältig – sie nutzen ein rhythmisches Spiel von Hohlräumen und festen Flächen, um ein „Spannungsfeld“ zu erzeugen. Je nach Blickwinkel verschieben sich die optischen Beziehungen und Perspektiven ständig, wodurch der Raum mit jedem Schritt neu definiert wird.
Kontext & Bedeutung
Göttin analysierte die Funktion des Ortes genau: Der Gutsmatte-Platz ist kein Ort zum Verweilen, sondern ein Durchgangsraum. Fußgänger überqueren ihn auf dem Weg zum Bahnhof, zu den Verwaltungsbüros oder zum Krankenhaus. Die Installation begleitet diese Bewegung und bietet den Passanten eine Reihe wechselnder Wahrnehmungen. Sie lädt dazu ein, neue Verbindungen zwischen Architektur, Kunst und menschlicher Präsenz zu entdecken. Wie die Kunsthistorikerin Hedy Graber bemerkte, „prüft“ Göttins Intervention die Architektur und verwandelt das Überqueren des Platzes in ein bewusstes, ästhetisches Erlebnis.
Wichtige technische Details
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Medium: Dauerhafte, ortsspezifische öffentliche Kunstinstallation.
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Materialien: Vorgefertigter weiß gefärbter Beton (Bodenelemente); rot beschichteter Stahl (Stelen).
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Umfang: 6 Bodenstreifen und ein Feld vertikaler Stelen.
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Standort: Verwaltungsgebäude Gutsmatte, Liestal, Schweiz.
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Jahr: 1993–1997.
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Themen: Räumliche Beziehungen, menschliche Dimension, architektonischer Dialog, Durchgangsräume.
Bringen Sie Kunst in Ihren Raum
Dieses Projekt zeigt die Fähigkeit unserer Künstler, sich mit monumentalen urbanen Maßstäben auseinanderzusetzen – von dauerhafter öffentlicher Kunst bis hin zu immersiven skulpturalen Feldern. IdeelArt lädt Sie ein, eine einzigartige, ortsspezifische Installation zu beauftragen, die auf den architektonischen und emotionalen Charakter Ihres Projekts abgestimmt ist. Für Anfragen zu dauerhaften öffentlichen Kunstaufträgen oder großformatigen abstrakten Werken wenden Sie sich bitte an unser Kuratorenteam.
Daniel Göttin ist ein Schweizer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen ortsspezifischen Projekten und farbigen oder bemalten Objekten für Wände aufteilt. Er lebt und arbeitet in Basel.
Ausbildung / Aufenthalte
Ursprünglich als technischer Zeichner für ein Ingenieurbüro tätig, begann Daniel Göttin später an der Schule für Gestaltung Basel, wo er 1990 seinen Abschluss machte.
Er absolvierte Künstlerresidenzen bei der Fremantle Art Foundation (jetzt Artsource) in Australien 1990, der Chinati Foundation von Donald Judd in Marfa, Texas 1993, dem Shed im Eisenwerk, Schweiz 1994, dem :artist:network in New York 2005 sowie im Youkobo Art Space in Tokio 2007 und 2013/2014.
Technik
Göttin arbeitet mit gängigen industriellen Materialien wie Farbe, Klebeband, Holz, Metall, Polystyrol, Kunststoff und Teppich. Das Konzept einer Installation richtet sich nach dem Ort und seinen Bedingungen. Für seine Objekte und Gemälde verwendet er ähnliche Materialien, untersucht die subjektive Natur der Wahrnehmung und reagiert spielerisch auf die Eigenschaften architektonischer Räume. Seine Werke aus Aluminium und bemaltem MDF lenken die Aufmerksamkeit auf den Raum innerhalb des Objekts, heben das Zusammenspiel von Licht und Schatten hervor und schaffen so eine neue Wahrnehmungsqualität zwischen konkreter und abstrakter Realität.
Inspiration
Sein künstlerischer Hintergrund bezieht sich hauptsächlich auf Minimal Art, Konkrete Kunst und Konzeptkunst. Neben diesen Strömungen integriert er auch Aspekte von Dada/Merz, Konstruktivismus und Arte Povera. Seit über 25 Jahren konzentriert sich Göttin auf die Schaffung temporärer und permanenter ortsspezifischer Installationen, öffentliche Kunst, Objekte, Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Drucke.
Wichtige Zitate
„Daniels Kunst besitzt Klarheit und Nachdenklichkeit. Doch diese Klarheit ist nicht das Ergebnis einer festen oder sich wiederholenden Position oder Strategie. Stattdessen ist seine Kunst iterativ und reagiert auf wechselnde Bedingungen und Umgebungen. Verschiedene Aspekte seiner Arbeit, sowohl die Wandstücke als auch die für die Wand geschaffenen Objekte, stehen in Beziehung zueinander und reflektieren sich gegenseitig. Es gibt eine Ganzheit in dem, was Daniel als Einheit bezeichnet – sein Gesamtwerk.“ (Chris Ashley, Minus Space)
Bemerkenswerte Auszeichnungen
Daniel Göttin erhielt Stipendien von der Stadt Basel, Schweiz.
Ausstellungen
Göttin hat seit 1990 über 60 Einzelausstellungen und Projekte in Museen, Galerien und öffentlichen Sammlungen in Europa, Japan, Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten organisiert.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Gerda Maise gründete er 1998 den Kunstraum Hebel_121 in Basel, der eine Plattform für installative Ausstellungen bietet. Hebel_121 zeigt weiterhin innovative Kunst.
Wenger, Zürich, Schweiz
Conny Dietzschold, Sydney, Australien
Gen, Tokio, Japan
Minus Space, Brooklyn, NY
Foto-Credits (von oben)
- Daniel Göttin
- Stefan Altenburger Photography Zürich
- Serge Hasenböhler
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