



Red Frames
Projekte
Year: 2019
Edition: Unique
Technique: Industrial acrylic paint on concrete
Framed: No
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Künstlerische Vision & Technik
Göttins Herangehensweise an den Durchgang war es, die tragenden Pfeiler als eine Abfolge von Leinwänden zu behandeln. Indem er die zurückgesetzten Flächen der Pfeiler in ein klares, leuchtendes Weiß tauchte und sie mit dicken, lebhaften signalroten Rahmen „einfasste“, schuf er eine „Galerie ohne Wände“. Die Technik ist auf den ersten Blick einfach, aber architektonisch tiefgründig. Die roten Rahmen fungieren als visuelles Highlight und lenken den Blick des Betrachters auf den Rhythmus der tragenden Stützen. Dieser Eingriff verwandelt einen traditionell dunklen, funktionalen „grauen“ Raum in ein rhythmisches, ästhetisches Erlebnis. Er fordert die Passanten heraus, den Tunnel nicht mehr als bloße Abkürzung zu sehen, sondern als kuratierte Umgebung wahrzunehmen.
Kontext & Bedeutung
Im Auftrag von Art Zuid, einer Biennale, die normalerweise für eigenständige Skulpturen bekannt ist, entschied sich Göttin stattdessen, direkt mit der vorhandenen Architektur zu arbeiten. Die „Red Frames“ bilden einen Dialog zwischen dem „White Cube“ der Hochkunstgalerien und der industriellen Realität eines Verkehrsknotens. Indem die Intervention dauerhaft gemacht wurde, erkannte die Stadt Amsterdam die Kraft minimalistischer Abstraktion an, öffentlichen Raum zu humanisieren und zu ordnen. Sie steht als Zeugnis für die Fähigkeit des Künstlers, die „verborgene“ Geometrie in unseren funktionalsten Umgebungen zu entdecken.
Wichtige technische Details
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Maßstab: 10 tragende Betonpfeiler.
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Medium: Dauerhaftes, ortsspezifisches Wandgemälde.
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Materialien: Hochbeständige industrielle Acrylfarbe.
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Standort: Fußgänger- und Fahrraddurchgang, Bahnhof Amsterdam Zuid, Niederlande.
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Ausstellung: Art Zuid 2019 (Skulpturenbiennale).
Bringen Sie Kunst in Ihren Raum
Dieses Projekt zeigt die Fähigkeit unserer Künstler, monumentale, maßgeschneiderte Werke für öffentliche, gewerbliche oder private Umgebungen zu schaffen – von urbanen Interventionen bis hin zu spezialisierten architektonischen „Highlights“. IdeelArt lädt Sie ein, eine einzigartige, ortsspezifische Installation in Auftrag zu geben, die auf den technischen und emotionalen Charakter Ihres Projekts zugeschnitten ist. Für Anfragen zu individuellen Wandgemälden, urbanen Interventionen oder monumentalen abstrakten Werken wenden Sie sich bitte an unser Kuratorenteam.
Daniel Göttin ist ein Schweizer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen ortsspezifischen Projekten und farbigen oder bemalten Objekten für Wände aufteilt. Er lebt und arbeitet in Basel.
Ausbildung / Aufenthalte
Ursprünglich als technischer Zeichner für ein Ingenieurbüro tätig, begann Daniel Göttin später an der Schule für Gestaltung Basel, wo er 1990 seinen Abschluss machte.
Er absolvierte Künstlerresidenzen bei der Fremantle Art Foundation (jetzt Artsource) in Australien 1990, der Chinati Foundation von Donald Judd in Marfa, Texas 1993, dem Shed im Eisenwerk, Schweiz 1994, dem :artist:network in New York 2005 sowie im Youkobo Art Space in Tokio 2007 und 2013/2014.
Technik
Göttin arbeitet mit gängigen industriellen Materialien wie Farbe, Klebeband, Holz, Metall, Polystyrol, Kunststoff und Teppich. Das Konzept einer Installation richtet sich nach dem Ort und seinen Bedingungen. Für seine Objekte und Gemälde verwendet er ähnliche Materialien, untersucht die subjektive Natur der Wahrnehmung und reagiert spielerisch auf die Eigenschaften architektonischer Räume. Seine Werke aus Aluminium und bemaltem MDF lenken die Aufmerksamkeit auf den Raum innerhalb des Objekts, heben das Zusammenspiel von Licht und Schatten hervor und schaffen so eine neue Wahrnehmungsqualität zwischen konkreter und abstrakter Realität.
Inspiration
Sein künstlerischer Hintergrund bezieht sich hauptsächlich auf Minimal Art, Konkrete Kunst und Konzeptkunst. Neben diesen Strömungen integriert er auch Aspekte von Dada/Merz, Konstruktivismus und Arte Povera. Seit über 25 Jahren konzentriert sich Göttin auf die Schaffung temporärer und permanenter ortsspezifischer Installationen, öffentliche Kunst, Objekte, Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Drucke.
Wichtige Zitate
„Daniels Kunst besitzt Klarheit und Nachdenklichkeit. Doch diese Klarheit ist nicht das Ergebnis einer festen oder sich wiederholenden Position oder Strategie. Stattdessen ist seine Kunst iterativ und reagiert auf wechselnde Bedingungen und Umgebungen. Verschiedene Aspekte seiner Arbeit, sowohl die Wandstücke als auch die für die Wand geschaffenen Objekte, stehen in Beziehung zueinander und reflektieren sich gegenseitig. Es gibt eine Ganzheit in dem, was Daniel als Einheit bezeichnet – sein Gesamtwerk.“ (Chris Ashley, Minus Space)
Bemerkenswerte Auszeichnungen
Daniel Göttin erhielt Stipendien von der Stadt Basel, Schweiz.
Ausstellungen
Göttin hat seit 1990 über 60 Einzelausstellungen und Projekte in Museen, Galerien und öffentlichen Sammlungen in Europa, Japan, Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten organisiert.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Gerda Maise gründete er 1998 den Kunstraum Hebel_121 in Basel, der eine Plattform für installative Ausstellungen bietet. Hebel_121 zeigt weiterhin innovative Kunst.
Wenger, Zürich, Schweiz
Conny Dietzschold, Sydney, Australien
Gen, Tokio, Japan
Minus Space, Brooklyn, NY
Foto-Credits (von oben)
- Daniel Göttin
- Stefan Altenburger Photography Zürich
- Serge Hasenböhler
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