
Tilt
Projekte
Year: 2017
Edition: Unique
Technique: Exterior-grade acrylic on industrial brick masonry
Framed: No
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Künstlerische Vision & Technik
Ganz im Sinne seiner minimalistischen Wurzeln nutzte Göttin eine eingeschränkte Palette aus Schwarz, Weiß und Grau in Acryl, um eine gewöhnliche Ziegelwand in ein dynamisches skulpturales Volumen zu verwandeln. Die Komposition besteht aus ineinandergreifenden diagonalen Flächen, die eine optische „Kippung“ erzeugen und so das starre horizontale Raster des Mauerwerks „brechen“.
Indem er die flache Oberfläche in eine Reihe von sich verschiebenden perspektivischen Tiefen zerlegt, zwingt der Künstler den Betrachter, die physische Realität der Struktur neu zu betrachten. Das Werk ist nicht nur eine Dekoration an einer Wand, sondern eine Intervention, die die Präsenz der Wand in der Umgebung neu definiert und eine „visuelle Vibration“ erzeugt, die sich verändert, wenn man daran vorbeigeht.
Wichtige technische Details
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Abmessungen: 296 cm x 458 cm (116,5” x 180,3”).
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Medium: Ortsspezifisches öffentliches Wandbild.
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Materialien: Außenakryl auf industriellem Ziegelmauerwerk.
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Standort: Urban Orchard, Perth Cultural Centre, Western Australia.
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Projektkontext: AC4CA Urban Orchard Wall Project.
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Auftraggeber: Australian Centre for Concrete Art (AC4CA).
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Jahr: 2017.
Kontext & Bedeutung
Göttin pflegt eine tiefe, langjährige Beziehung zur australischen Kunstszene, insbesondere durch das AC4CA-Kollektiv in Fremantle/Perth. Tilt verkörpert die Mission des Kollektivs, nicht-gegenständliche, konkrete Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen und sie aus dem „weißen Kubus“ der Galerie zu lösen. Im Kontext des Urban Orchard – einem Raum, der für Gemeinschaft und Wachstum gestaltet wurde – bietet das Wandbild einen Moment struktureller Klarheit und kontemplativer Stille mitten im Lärm der Stadt.
Bringen Sie Kunst in Ihren Raum
Dieses Projekt zeigt die Fähigkeit unserer Künstler, monumentale, maßgeschneiderte Werke für öffentliche, gewerbliche oder private Umgebungen zu schaffen – von urbanen Wandbildern bis hin zu spezialisierten architektonischen Interventionen. IdeelArt lädt Sie ein, eine einzigartige, ortsspezifische Installation in Auftrag zu geben, die auf den technischen und emotionalen Charakter Ihres Projekts abgestimmt ist. Für Anfragen zu individuellen Wandbildern oder monumentalen abstrakten Werken wenden Sie sich bitte an unser Kuratorenteam.
Daniel Göttin ist ein Schweizer Künstler, dessen Arbeit sich zwischen ortsspezifischen Projekten und farbigen oder bemalten Objekten für Wände aufteilt. Er lebt und arbeitet in Basel.
Ausbildung / Aufenthalte
Ursprünglich als technischer Zeichner für ein Ingenieurbüro tätig, begann Daniel Göttin später an der Schule für Gestaltung Basel, wo er 1990 seinen Abschluss machte.
Er absolvierte Künstlerresidenzen bei der Fremantle Art Foundation (jetzt Artsource) in Australien 1990, der Chinati Foundation von Donald Judd in Marfa, Texas 1993, dem Shed im Eisenwerk, Schweiz 1994, dem :artist:network in New York 2005 sowie im Youkobo Art Space in Tokio 2007 und 2013/2014.
Technik
Göttin arbeitet mit gängigen industriellen Materialien wie Farbe, Klebeband, Holz, Metall, Polystyrol, Kunststoff und Teppich. Das Konzept einer Installation richtet sich nach dem Ort und seinen Bedingungen. Für seine Objekte und Gemälde verwendet er ähnliche Materialien, untersucht die subjektive Natur der Wahrnehmung und reagiert spielerisch auf die Eigenschaften architektonischer Räume. Seine Werke aus Aluminium und bemaltem MDF lenken die Aufmerksamkeit auf den Raum innerhalb des Objekts, heben das Zusammenspiel von Licht und Schatten hervor und schaffen so eine neue Wahrnehmungsqualität zwischen konkreter und abstrakter Realität.
Inspiration
Sein künstlerischer Hintergrund bezieht sich hauptsächlich auf Minimal Art, Konkrete Kunst und Konzeptkunst. Neben diesen Strömungen integriert er auch Aspekte von Dada/Merz, Konstruktivismus und Arte Povera. Seit über 25 Jahren konzentriert sich Göttin auf die Schaffung temporärer und permanenter ortsspezifischer Installationen, öffentliche Kunst, Objekte, Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Drucke.
Wichtige Zitate
„Daniels Kunst besitzt Klarheit und Nachdenklichkeit. Doch diese Klarheit ist nicht das Ergebnis einer festen oder sich wiederholenden Position oder Strategie. Stattdessen ist seine Kunst iterativ und reagiert auf wechselnde Bedingungen und Umgebungen. Verschiedene Aspekte seiner Arbeit, sowohl die Wandstücke als auch die für die Wand geschaffenen Objekte, stehen in Beziehung zueinander und reflektieren sich gegenseitig. Es gibt eine Ganzheit in dem, was Daniel als Einheit bezeichnet – sein Gesamtwerk.“ (Chris Ashley, Minus Space)
Bemerkenswerte Auszeichnungen
Daniel Göttin erhielt Stipendien von der Stadt Basel, Schweiz.
Ausstellungen
Göttin hat seit 1990 über 60 Einzelausstellungen und Projekte in Museen, Galerien und öffentlichen Sammlungen in Europa, Japan, Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten organisiert.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Gerda Maise gründete er 1998 den Kunstraum Hebel_121 in Basel, der eine Plattform für installative Ausstellungen bietet. Hebel_121 zeigt weiterhin innovative Kunst.
Wenger, Zürich, Schweiz
Conny Dietzschold, Sydney, Australien
Gen, Tokio, Japan
Minus Space, Brooklyn, NY
Foto-Credits (von oben)
- Daniel Göttin
- Stefan Altenburger Photography Zürich
- Serge Hasenböhler
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